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12. Kapitel
Vor meinem Kamin steht das neue Möbelstück; ein Fauteuil von unmöglicher Farbe. Ich stand schon um fünf Uhr früh auf, zog mich an und setzte mich in den Fauteuil.
Gestern hatte ich nämlich keine Zeit mehr dazu, ich war sehr müde und ging sofort zu Bett. Gegen Mittag wurde ich auch des Fauteuils müde und stand auf, um mich ein bißchen auszuruhen. Später ging ich in den Jardin du Luxembourg zum Scheinmittagessen. Der Pariser Herbst hat dem Park seine Aufwartung gemacht. Die Bäume lassen ihre Blätter auf die gewundenen Pfade fallen, und am Himmel jagt der Wind nach rasch reisenden Wolken.
Ein Kind mit einer Gouvernante kommt mir entgegen und bückt sich nach einem Kieselstein. »Wirst du das bleiben lassen!« ruft die Gouvernante. Sie wischt seine Hand ab und versetzt ihm einen Klaps. Als wäre mir das alles schon einmal passiert ... Die Sonne scheint noch warm, es sitzen viele im Park und sonnen sich. Die Tage werden immer kürzer und die Abende kühler.
Auf der Avenue de l'Observatoire gibt es zwei schmale kleine Parkstreifen: die Observatoire-Gärten. Es sind gleichsam Fortsetzungen des Jardin du Luxembourg, sie
haben aber einen eigenen Zaun. Sie werden auch später geschlossen, und Liebespaare besuchen sie oft an schwülen Sommerabenden. Wenn sich eine Frau allein fühlt, kommt sie einfach in einen der kleinen Gärten und setzt sich unter die Bäume, um den Sternenhimmel zu betrachten; sie bleibt nicht lange allein. Aber jetzt ist der Sommer schon vorbei. Die kühlen Herbstabende töten die Liebe und die Fliegen. Auch hier spazieren jetzt prosaische Leute: Arbeiter, Gouvernanten oder Pensionierte. Auch die pharmazeutische Fakultät der Sorbonne liegt hier, Studenten und Studentinnen rennen durch den Park oder setzen sich nieder und blättern in ihren Büchern.
Es ist ein stilles abgeschlossenes Viertel. Auf beiden Seiten starren ständig geschlossene Fenster vornehmer Häuser auf das grüne Laub der zwei Gärtchen. Jedes von beiden hat zwei Alleen. Zwischen den Alleen zieht sich ein blumenumsäumter Rasenstreifen hin, mit einer Statue an jedem Ende. Die Alleen entlang gibt es Bäume und Sessel; man kann sich niederlassen, um ein bißchen Romantik zu riechen unter windbewegtem Laub, oder ziehende Wolken, flatternde Tauben zu betrachten. Auf der einen Seite sieht man vom Jardin du Luxembourg her das Senatsgebäude, auf der andern hebt sich die Kuppel des Observatoire vom grauen Himmel ab.
Hier gehe ich gern spazieren und bilde mir ein, ich sei ein Gutsbesitzer, der, die Hände auf dem Rücken, langsam durch die Alleen schreitet, während die Blätter von den Bäumen rascheln. »Herr Graf, Sie haben tausend Francs verloren.«
»Lassen Sie nur, guter Mann. Man wird sie schon mit den Blättern zusammenkehren.«
Und jetzt geschah mit mir etwas Außerordentliches.
Auf der Innenseite der Allee, im ersten Gärtlein, sitzt ein junges Mädchen, dem Rasenstreifen zugewandt. Sie liest etwas und macht sich Notizen. Gewiß eine Studentin.
Als ich an ihr vorübergehe, hebt sie den Kopf und sieht mich an.
Es ist das junge Mädchen, das ich schon einmal in diesem Park traf; damals hat ihr eine alte Frau einen Roman gezeigt.
Ein wunderbarer Zufall.
Es leben fast vier Millionen Menschen in dieser Stadt. Einem von ihnen zweimal zu begegnen: Das ist ein Wunder.
Noch dazu sitzt diese Frau gar nicht auf einer Gratisbank. Sie muß eine von den oberen Zehntausend sein.
Ich drehe mich um und bleibe vor dem Baum, der ihr am nächsten ist, stehen. Sie blickt auf und lächelt.
Ich fasse einen plötzlichen Entschluß.
»Bonjour, Mademoiselle.«
»Bonjour, Monsieur.«
Sie hat meinen Gruß erwidert.
Sie schloß die Augen und grüßte so - ich schwöre, so herzlich, als wären wir alte Bekannte. Sie lächelte sogar ein wenig bei dem Gruß: ›Bonjour, Monsieur.‹ Nebenbei: Ich habe aber auch gegrüßt wie ein absoluter Gentleman. Einer meiner Ahnen war am Hofe König Matthias' ein großes Tier.
Man müßte die Sache fortsetzen, aber sie sieht nicht mehr her. Sie liest weiter.
Ich stehe bloß und warte.
Nach einiger Zeit sieht das junge Mädchen wieder hoch und wartet.
Ich wende mich um. Vielleicht steht jemand hinter mir, dem ihr Lächeln gilt. Es ist niemand da.
Sie lächelt mich an.
Bestimmt hat sie etwas gelesen, worüber sie lächeln mußte.
Wenn sie mich noch einmal anlächelt, gehe ich zu ihr hin. Sie schaut nicht mehr auf.
Ich werde langsam an ihr vorbeischlendern, jetzt ist sowieso niemand in der Nähe.
Als ich in ihre Nähe komme, sieht sie von ihrem Buch auf; ein feines Lächeln zieht über ihr Gesicht.
Mit zitternden Knien trete ich auf sie zu und frage heiser:
»Was lesen Sie, Mademoiselle?«
»Ein Buch«, sagt sie und ist kein bißchen überrascht.
»Einen Roman?«
»Hmhm.«
»Interessant?«
»Sehr.«
»Darf ich mich zu Ihnen setzen?«
»Wenn Sie wollen ...«
Gewiß eine Studentin. Ich habe mich korrekt benommen.
»Und was schreiben Sie da? Machen Sie sich Aufzeichnungen?«
»O nein. Es ist langweilig, immer nur zu lesen; manchmal schreibe ich auch. Wenn ich einen Gedanken habe, notiere ich ihn mir.«
»Darf man das lesen?«
»Sie sind sehr neugierig. Nein, Sie dürfen nicht. Sagen Sie, weshalb haben Sie mich angesprochen?«
»Weshalb haben Sie mir geantwortet?«
Sie lacht.
Du lieber Gott, da sitzt eine lebendige Frau neben mir, sie spricht zu mir und lacht mich an. Ihre Augen sind schön blau, die Haare wellig und blond. Als wäre sie ein bißchen traurig, so sieht sie aus.
»Auch das Buch darf ich nicht ansehn?«
»Bitte.«
Ihre Hände sind schön weiß, mit schmalen, gepflegten Fingern.
»Das sind ja Gedichte!«
»Ja.«
»Vorhin sagten Sie, daß Sie einen Roman lesen!«
»So, habe ich?! Schon möglich.«
»Kommen Sie oft in den Park?«
»Ja, ziemlich oft.«
»Sind Sie Studentin?«
»Nein.«
»Arbeiten Sie irgendwo?«
»Was ist denn das? Sind wir vor Gericht? Herr Untersuchungsrichter, ich bin neunzehn Jahre alt, blond, Augen blau, Kinn normal. Ich wohne bei meinen Eltern und bin
ihr einziges, verwöhntes Kind, stehe gegen elf Uhr auf, frühstücke im Bett. Ich liebe Paul Valéry und Rosemonde Gérard.
»›Les Pipeaux‹ ist ein sehr schönes Buch. Warum haben Sie mich angesprochen?«
»Ich habe mich gelangweilt.«
»Das ist nicht wahr.«
»Dann weiß ich nicht, warum.«
»Sind Sie Franzose?«
»Nein.«
»Sondern?«
»Ungar.«
»Ah! Was machen Sie in Paris?«
»Ich bin auf einer Studienreise.«
»Oh! Und was studieren Sie?«
»Im großen und ganzen das Leben.«
»Eine nette Beschäftigung. Und finden Sie Paris schön?«
»Sehr schön.«
»Sind die Pariserinnen nett?«
»Das weiß ich nicht.«
»Das ist nicht wahr.«
»Darf ich auch etwas fragen?«
»Bitte.«
»Wie heißen Sie?«
»Raten Sie mal!«
»Germaine?«
»Nein.«
»Yvonne?«
»Nein.«
»Gilberte?«
»Nein. Ich will Ihnen helfen. Es ist ein Doppelname.«
»Marie-Louise? ...«
»Nein. Anne-Claire.«
»Ein schöner Name.«
»Mir gefällt er auch, und wie heißen Sie? Doch nicht Georges?«
»Nein.«
»Gott sei Dank. Ich mag diesen Namen nicht.«
Sie überlegt ein bißchen, wendet mir dann plötzlich ihr Gesicht zu und fragt ganz leise: »Wie alt sind Sie? Zwanzig?«
»Nein. Sechsundzwanzig, aber eigentlich habe ich noch gar nicht gelebt ...«
»Wie alt schätzen Sie mich?«
Vorhin sagte sie doch, sie sei neunzehn. Hat sie das schon vergessen?
»Achtzehn.«
»Mein Gott!« sagte sie mit strahlenden Augen. »Ganz ehrlich?«
»Ganz ehrlich.«
»Würden Sie es beschwören?«
»Ja.«
»Ich bin leider mehr als achtzehn.«
»Mehr?«
Wieso denn? Vorhin sagte sie doch neunzehn. »Einundzwanzig.«
Sie denkt ein bißchen nach.
»Ja, so viel genügt, das heißt, es stimmt genau.«
»Vorhin sagten Sie doch neunzehn!«
»Aber!«
Diese Frau lügt und wundert sich selbst am meisten darüber. Aber was tut's? Sie ist eben eine Frau. Sie ist einfach gekleidet, aber ich verstehe nicht viel davon,
vielleicht ist sie todschick. Jedenfalls sehr unauffällig. Ihre Figur ist sehr schön. Mit rascher Geste wendet sie sich mir zu, als hätte sie bemerkt, daß ich sie betrachte.
»Ich muß nach Hause.«
Warum so plötzlich? Gefalle ich ihr nicht?
»Darf ich Sie begleiten?« (Es macht nichts, wenn ich ihr auch nicht gefalle.)
»Nein«, sagt sie nach kurzer Überlegung.
»Kann ich Sie morgen sehen?«
»Wenn Sie wirklich wollen? ...«
»Ich möchte gern. Ich bin sehr allein.«
Einen Augenblick schaut sie mich an.
»Ich komme morgen in den Park«, sagt sie leise.
»Um dieselbe Zeit?«
»Ja. Bonjour, Monsieur.«
»Bonjour, Mademoiselle.«
Sie hat sehr rasch zugesagt. Gewiß, ich sehe sie im Leben nicht mehr. So sind diese Französinnen. Sie schließen gern Bekanntschaften, aus Neugierde. Sie sind furchtbar nett und herzlich, und dann sieht man sie nie wieder.
Ich blicke ihr nach, ihre schlanke Gestalt verschwindet hinter den Bäumen. Läßt sich ein anständiges Mädchen in einem Park ansprechen? Schwerlich. Na, egal. Ich sehe sie ja doch nicht mehr.
13. Kapitel
Einst werde ich ein reicher Mann sein, ich weiß es; nur wird es ein bißchen zu spät kommen. Bis dahin bin ich ein magenkranker, bitterer alter Herr: »Jean, ich bin für
niemanden zu Hause. Verstanden?« - »Jawohl.«
Könnte ich meinem zukünftigen Ich in der Rue Saint-Jacques begegnen, würde ich ihm vor der italienischen Delikatessenhandlung den Weg verstellen.
»Augenblick, alter Herr. Ich gebe dir meine Jugend, die ich jetzt nicht nötig habe. Wenn einer alt ist, hat er bestimmt nicht immer Hunger. Für tausend Francs nehme
ich dir sogar deinen schlechten Magen ab. Auch für fünfhundert. Geh noch nicht; meinetwegen für hundert. Gib nichts für wohltätige Zwecke, da wird das Geld für die Administration und für Verwandte aufgebracht, ich bin ja da.«
Der alte Herr hört mich gar nicht an, schiebt mich weg und geht seines Wegs.
»Alter Herr, die Liebe ... ich hab's nicht verlangt, um mir etwas zu essen zu kaufen. Vorhin, da habe ich gelogen.«
»Ach, Unsinn.«
Es ist Mittag. Mittagszeit. Ich kann schon in den Jardin du Luxembourg, um scheinzuessen. Gewiß hat auch das einen tiefen Sinn, wie alles im Leben, nur bin ich bisher
noch nicht dahintergekommen.
Um zwei Uhr bin ich im Jardin de l'Observatoire. Anne-Claire ist nicht da. Nicht wahr, ich hab's doch gleich gesagt.
Wie kann ein schönes französisches Mädchen mit mir, einem Fremden, ein Rendezvous haben?
Ein alter Pfarrer spaziert durch die Allee. Sein Haar ist weiß, seine Augen strahlen. Die Soutane ist fettfleckig, die Schuhe sind vertreten. Nein, auf diesen Pfaffen bin ich
nicht böse, er ist nicht dick, nicht gepflegt und riecht nicht nach Kölnischwasser. Wie hieß doch der Heilige, der sich nie gewaschen hat?
Kurzum, Anne-Claire ist nicht gekommen.
Ein bißchen tut es ja doch weh. Aber auch das wird vorübergehen.
Ich gehe in einer anderen Richtung spazieren. Eine halbe Stunde später kehre ich zurück. Sie ist da, sie sitzt genau dort, wo sie gestern saß, und ein junger Mann steht vor ihr; er spricht eine Weile mit ihr, grüßt dann und schlendert fort. Wer war dieser junge Mann? Ein Bekannter?
Eine Zeitlang warte ich, dann gehe ich hin.
Sie näht an irgend etwas. Ich will gleichgültig, jedoch höflich sein.
»Qu'est-ce que vous faites de joli?«
(Das ist ein solcher Stumpfsinn, daß ich es gar nicht übersetze.)
»Ich sticke ein Deckchen.«
»Macht so ein Ding viel Arbeit?«
»O nein.«
»Für wen machen Sie es?«
»Für mich selbst. Ich will es auf meinen Tisch legen.«
Kleine Pause.
»Was haben Sie vormittags gemacht?« (Sie wird vom jungen Mann sprechen.)
»Briefe geschrieben. Ich brachte Ihnen interessante Photos von den Alpen mit, wir waren zur Sommerfrische dort.« (Sie redet kein Wort vom jungen Mann.)
Sie holt eine Menge Bilder aus ihrer Handtasche hervor.
»Sehr hübsch.«
»Sehen Sie, diesen Brief schrieb ich heute vormittag an meinen Bräutigam«, sagt sie und reicht mir einen eng beschriebenen Briefbogen.
»Sie sind verlobt?«
»Ja. Aber ich mag ihn nicht. Sie dürfen es lesen.« Sie zeigt den Brief. Ich sehe die Anrede:
»Mon tout petit Georges.«
Ist es möglich, daß Frauen an einen Mann, den sie nicht lieben, so schreiben?
»Er ist nicht in Paris, Sie können beruhigt sein. Das hier ist Frankreich« - sie zeichnet mit dem Finger einen großen Kreis in ihren Schoß. »Das hier ist Paris, und hier, fünfhundert Kilometer weit, ist mein Bräutigam.«
Eine nette Braut, kann man wohl sagen.
Als sie sich vorbeugt, sehe ich ihre kleinen Brüste, die die dünne Bluse verhüllt. Gott will mich auf die Probe stellen, deshalb schickte er mir gleich eine Braut.
»Ich liebe meinen Bräutigam nicht.«
Warum sagt sie das? Könnte es denn möglich sein, daß sie ihn liebt?
»Und wer war der junge Mann, mit dem ich Sie vorhin sah?« »Mich?« fragt sie in einem Ton, als wäre sie bereit, das Ganze abzustreiten.
»Ja, vorhin, als ich kam.«
»Er hat mich angesprochen, während ich hier auf Sie wartete. (Gewiß hat sie den auch angelächelt.) Ich sagte ihm: Bitte, lassen Sie mich allein, ich erwarte jemanden.
«
Ich sehe indes, daß der junge Mann die gegenüberliegende Allee langsam entlanggeht und uns beobachtet. Er bemerkt auch, daß ich ihn bemerkt habe.
»Sie glauben mir nicht? Gehen Sie hin und fragen Sie ihn.« Ich soll ihn fragen! Sie weiß genau, daß ich das nie tun würde. Nach einer Weile sagt sie:
»Jetzt muß ich gehen.«
Sie steht lächelnd auf. Auch ich habe meinen Entschluß gefaßt.
»Wir sehen uns nicht mehr, Mademoiselle.«
»Warum nicht?« fragt sie überrascht.
»Ich pflege nicht die Bekanntschaft von Damen zu machen, die sich von jedem ansprechen lassen.« (So ein Blödsinn! Wer bin ich denn? Der Prinz von Wales? Aber jetzt ist's schon egal.)
Ihr Gesicht zuckt und wird rot.
»Sie glauben nicht, daß ich die Wahrheit gesagt habe? Ich habe diesen jungen Mann noch nie gesehen.«
»Ich glaube es nicht.«
Sie dreht nervös an ihren Handschuhen mit den langen schmalen Fingern und beißt sich auf die Lippen. Eine Träne, ganz unerwartet, fließt die Wange herab. Sie drehtsich rasch um und will fort - nach einigen Schritten lehnt sie sich an einen Baumstamm und läßt ihren Tränen freien Lauf. Wie ein Fluß bei Hochwasser, wenn er die Dämme durchbricht, flutet das Weinen über ihren ganzen Körper. Ich kenne sie erst seit zwei Tagen, und schon weint sie. Ich nehme ganz zart ihren Arm.
»Weinen Sie nicht ... ich hab's nicht so gemeint.«
Sie beißt in ihre Handschuhe, und die Tränen rollen wie dicke Regentropfen bei einem kleinen Sommergewitter.
»Verzeihen Sie, wenn ich Sie gekränkt habe.«
Schließlich versöhnen wir uns. Bis zum Parkausgang begleite ich sie, dann geht sie allein nach Hause. Ich sehe ihrer schlanken Gestalt lange nach, während sie durch die Allee huscht.
Kein einziges Mal hat sie sich umgedreht.
14. Kapitel
Die sechs schmutzigen schwarzen Wagen der Métro rasen unter der Erde dahin, laut kreischend, wie ein Wahnsinniger, der seinen Anfall nahen fühlt - banges Zittern
durchläuft seinen Leib - oder wie eine von Sonne und Frühling berauschte, verliebte Frau.
Wir rennen unter der Erde, kreisen in dunklen Tunnels; rote und weiße Lampenaugen strahlen uns entgegen, und das glatte Schienenband verliert sich in der Ferne. Das Nahen der Station zeigen von weitem ein Klumpen zusammengeballter Lichtpunkte an und Plakate an beiden Seiten des Tunnels; rote Buchstaben auf gelbem Grund: Dubonnet Dubonnet ... Wir sind unter dem Montmartre. Hier ist der ...